Die 80er Jahre

Mit dem Eintritt in die achtziger Jahre begann eine Zeit, die nicht nur für den Chor neue Probleme brachte. Vorerst war davon jedoch wenig zu verspüren.

Im Mai 1981 wanderte ein Fernsehteam "Auf Schusters Rappen" durch die Oberlausitz. Dabei war auch der Chor der EOS Löbau. In ihrem Jubiläumsjahr waren die Sänger mit der Teilnahme am Janácek- Festival in Ostrava ausgezeichnet worden. So begab sich der Chor im Juni auf die Reise in die CSSR, wo er mit einer herzlichen Begrüßung und böhmischer Blasmusik empfangen wurde.

Ab 1. September 1982 gab es eine Umstrukturierung, so dass sich die Ausbildung an der Erweiterten Oberschule auf die 11. und 12. Klasse beschränkte. Damit begann eine komplizierte Phase der Chorgeschichte. Fast die Hälfte der Sänger verlässt Jahr für Jahr wieder die Schule und damit auch den Chor. Die Möglichkeiten für eine intensive Probenarbeit und für das langfristige Einstudieren anspruchsvoller Werke wurden eingeschränkt. Dazu kam, dass der Chorleiter nun fast völlig auf die Vorbildung der Sänger angewiesen war. Trotz intensiver Probenarbeit konnte das erreichte Niveau leider nicht beibehalten werden.

Dennoch konnte eine Gruppe von Schülern herausragende Leistungen präsentieren. Schon seit Mitte der 70iger Jahre bildeten einige Sänger einen Kammerchor, der besonders interessantes und anspruchsvolles Liedgut pflegte. Ein herausragendes Erlebnis war für seine Mitglieder die Teilnahme am "1. Jugendkammerchortreffen der DDR" 1983 in Neuruppin.

Im Mai 1984 fand unter dem Motto "Unser klingendes Haus" in der Aula eine Veranstaltung statt, die die Chöre von EOS und Institut für Lehrerbildung (Leitung: StR Lothar Müller) bei frohem Gesang vereinte.

Traditionsgemäß gab es in den kommenden Jahren stets auch gemeinsame Konzerte mit den Kinderchören und dem FDGB- Chor Löbau zu wichtigen gesellschaftlichen und feierlichen Anlässen. Große Freude bereitete allen Sängern und ihren Chorleitern das überaus gute Gelingen der Rundfunkaufnahmen im Juni 1986.

Im November des gleichen Jahres verliehen die Lieder des EOS- Chores der Wiedereröffnung des Kinos einen festlichen Rahmen. Hier fanden die Löbauer Chöre nun auch eine neue Heimstatt für ihre Weihnachtskonzerte, nachdem der Stadthaussaal geschlossen worden war.

Am 4. Juli 1987 konnte man im Löbauer Kino nicht nur die Entlassung der Abiturienten erleben, sondern auch dieVerabschiedung von OstR Ernst König nach mehr als 36jähriger Lehrer- und Chorleitertätigkeit an der EOS. Zum letzten Mal sang der Chor unter seiner bewährten Leitung.

Seine Nachfolge trat am 1. September 1987 StR Lothar Müller an. Gemeinsam mit Monika Hauptmann, die dem Chor stimmbildnerisch die Treue hielt, arbeitete der Chor weiter und versuchte die Traditionen fortzuführen. Zu den schönsten Erlebnissen gehörten u.a. die Weihnachtskonzerte, das Abendsingen vor den damaligen Preuskerschule, feierliche Umrahmungen zur Jugendweihe und Auftritte zu gesellschaftlichen Höhepunkten.


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